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„Hnas mi Guelck“ –
Wie wichtig ist das Üben?“
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Hnas httae seiben Jhrae bei sneiem Hrern gideent, da scrpah er zu ihm: „Hrer, minee Ziet ist hruem, nun wtlloe ich gnere wdeeir hiem zu mnieer Mettur, gbet mir mneien Lhon.“ Der Hrer awotrente: „Du hsat mir teru und eihrlch gedneit, wie der Dnsiet war, so slol der Lohn sein“, und gab ihm ein Süctk Glod, das so gorß als Hsenans Kpof war. Hnas zog ein Teichüln aus der Tchsae, weikclte den Kmluepn hniein, sztete ihn auf die Suchlter und mchtae sich auf den Weg ncah Hsuae. Wie er so dinhgiang und imemr ein Bien vor das aderne szette, kam ihm ein Rretier in die Aegun, der frchish und förchlih auf eeinm mrenuten Prfed vobeiratbte. „Ach“, srpach Hnas ganz luat, „was ist das Rteien ein söchnes Dnig! Da stzit eneir wie auf eienm Shutl, sößtt scih an kneien Seitn, srapt den Scuhh und kmomt frot, er weiß nchit wie.“ Der Rteier , der das ghöret htate, hliet an und reif: „Ei, Hans wuram lfsaut du acuh zu Fuß?“ „Ich muss ja whol“, atwnorttee er, „da hbae ich enein Kmlupen himezurtaegn; es ist zawr Glod, aebr ich knan den Kpof debai nhict geard htlean, acuh dückrt mri´s auf die Suchlter.“ „Wißet du was“, stage der Rteeir, „wir wellon tschuaen: ich gbee dir mien Prefd, und du gsibt mir dneien Kpelumn.

Beim Lesen dekodiert unser Gehirn nicht jeden Buchstaben, um damit ein Wort zu bilden. Das Gehirn antizipiert beim Lesen das Wort, welches an genau dieser Stelle vermutet wird und setzt es ein. Wir können Wörter, bei denen der erste und der letzte Buchstabe stehen bleibt und bei denen die Binnenbuchstaben willkürlich gemischt sind, lesen. 

Wir können dies deshalb, weil wir geübt sind im Lesen. Wir lesen ständig und wiederholen somit dieses Können. Das Gehirn liest also, wenn es eine Übereinstimmung mit einem bekannten Wort wahrnimmt. Dies macht das Gehirn automatisch. So funktioniert auch das Lernen; durch Wiederholung. Wir alle können weibliche Gesichter von männlichen Gesichtern unterscheiden und wissen nicht, wie unser Gehirn das tut. Wer zum ersten Mal eine Gleitsichtbrille trägt, der wird nicht umhin kommen, sich die eine oder andere Beule einzuhandeln, bis das Gehirn das neue Sehen gelernt hat. Dieses sich Aneignen schafft das Gehirn durch wiederholendes Lernen automatisch. 

Um einen Roman zu lesen brauchen wir nach Hunziker etwa 2.500 Wörter in unserem Wortschatz. Der Psychologe und Pädagoge Hans-Werner Hunziker schreibt in seinem Buch „Im Auge des Lesers – Foveale und periphere Wahrnehmung. Vom Buchstabieren zur Lesefreude“: „ Lesen macht Spaß. Aber erst, wenn man 150 Wörter pro Minute lesen kann.“ – „Denn dann versteht der Leser mehr, als wenn er langsamer liest.“ Er konstatiert weiterhin: „Erwachsene die wenig lesen, verlernen das Lesen.“ 

Unser Gehirn sucht ständig nach Regelhaftigkeiten, nach Mustern also. Zu große Pausen sind dazu kontraproduktiv. Deshalb ist es so wichtig, gerade in den Ferien, intelligent, also niveauvoll, positiv und sinnerfüllt das Lernen mit einer kognitiven Leichtigkeit zu üben!

Konrad Scheib
Studienhaus Landau, Institut für Intelligentes Lernen